www.japanerrex.de

Geschichte

 

Der japanerfarbige Farbenschlag unserer Rexkaninchen ist in der Schweiz seit 1950 anerkannt. Der Züchter Richard Wannenmacher aus Erchlikon züchtete die Japaner-Rexe mit Erfolg. Im Jahre 1972 machte Ernst Echert mit mehreren Zuchtfreunden wieder einen vielversprechenden Neuanfang.
Der Japaner-Experte Hans-Dieter Einenkel züchtete die Japaner-Rexe bis zur Wende als zugelassene Rasse und setzte zum glück auch nach der Wende im ZDK seine schwierigen Gehversuche fort.
Was wir zur weiteren Förderung der Japaner-Rexe von vorneherein brauchen, ist:
Etwas Fingerspitzengefühl,
Unternehmungslust,
Gemeinschaftsgedanken,
Mut und die nötige Ausdauer.
Meines Erachtens handelt es sich nicht um eine neue Rasse, sonder lediglich um eine weitere Blume im bunten Strauß der Rexkaninchen.
Auch bei den Japaner-Rexen gelten zunächst die typischen Anforderungen an unsere Kurzhaarrassen. Die einzelnen Haare dürfen weder wellig sein, noch Locken bilden. Sie müssen über eine genügende Stabilität verfügen. Wenn man mit der flachen Hand gegen den Strich über das Fell streicht, sollen die Haare fast senkrecht stehen bleiben oder nur langsam in ihre Ausgangslage zurücksinken. Bleiben die Haare nach dem Streichen gegen den Strich liegen, so ist das ein Anzeichen von zu dünnem Fellhaar. Die feinen, nicht gekrümmten Grannenhaare sollen mit dem Unterhaar in Höhe abschneiden. Die Grannenspitzen dürfen aus dem Wollflaum höchstens 1 mm herausragen. Der Nackenteil sei möglichst klein und lockenfrei, doch werden sich wellige Haare im Nackenteil und am Bauch (Geschlechtsteil) nicht vermeiden lassen. Je glatter die Nackenpartie und desto wertvoller das Fellhaar.
Für die Kopf- und Ohrzeichnung der Japaner-Rexe ist der Kontrast von Schwarz (bzw. Schwarzgeblümt) und Gelb (bzw. Gelbgeblümt) charakteristisch. Als ideal gilt eine kreuzweise geteilte Zeichnungsanlage.
Auch hinsichtlich der Rumpfzeichnung muss man sich am normal-haarigen Japanerkaninchen orientieren. Die Farben Schwarz und Gelb sind über den ganzen Körper unregelmäßig verteilt ohne dabei zu große Farbfelder zu bilden. Gefordert wird durchgehend oder versetzt, die Ring- oder Fleckenzeichnung. Die Zeichnung ist umso wertvoller, je abwechselungsreicher die Streifung an beiden Körperseiten ist. Auf jeder Seite werden wenigstens drei Farbfelder, die sich auf der Mitte des Rückens teilen, gefordert. Tiere mit einer unterschiedlichen Anzahl von Farbfeldern auf beiden Seiten können bewertet werden. Die Zeichnung von Brust und Vorderläufe soll mit der Kopf- und Ohrenzeichnung übereinstimmen, wobei Schwarz und Gelb kreuzweise versetzt sein sollen.
Japaner-Rexe sind zweifarbig. Die beiden Farben Schwarz und Gelb sollen sich durch gute Abgrenzung der Farbfelder kontrastreich voneinander abheben. Die einzelnen Farbfelder werden möglichst rein erwünscht, ohne starke Durchsetzung der Zeichnungsfarbe. Die Farbe des Bauches ist insgesamt etwas matter. Am Bauch, an der Innenseite der Läufe und der Unterseite der Blume sind weiße Stellen gestattet. Die Augen sind braun, die Krallen dunkel- bis hellhornfarbig.
Heute sind Kurzhaarkaninchen in aller Welt beliebt. Innerhalb der übrigen Rassen bilden sie eine ganz besondere Gruppe. Nicht verschwiegen werden darf hier auch die Tatsache, dass Farben und Zeichnungen auf dem Kurzhaar anders als beim Normalhaarkaninchen wirken. Um die Geschichte einer Kaninchenrasse belegen zu können, müssten folgende Teilaspekte behandelt werden:
Frühe Meinungen und Belege Genektik und Genotyp,
Aussehen der früheren Rassenvertreter,
Entwicklung der Standardbeschreibungen, wichtige Züchter der Rasse und die Chronik der Schauerfolge.
Die Kombination des Japanerfaktors mit dem Rexfell ist das große Ziel.
Denn die Zeichnung des Japanerkaninchens ist wohl als etwas Einmaliges in der Kaninchenzucht, wenn nicht sogar in der gesamten Tierzucht überhaupt, anzusehen. Wenn wir bei allen anderen Zeichnungen immer ein ganz bestimmtes Bild fordern, so ist das beim Japaner nicht der Fall. Hier ist Unregelmäßigkeit Trumpf, kaum ein Tier gleicht dem anderen. Das soll auch so sein und ist nicht etwa nur als Notlage hinzunehmen. Obwohl wir nun keineswegs eine genaue exakt bestimmte Zeichnung wünschen, so sind dennoch die genannten Rahmenbedingungen zu erfüllen.
Diese reizvolle Kombinationsrasse (Japaner- und Kurzhaarfaktor AbjCDGrex/AbjCDGrex) hat ihre Ahnen auf Seiten der Japaner und zum anderen bei den Castor-, Gelb-, Schwarz- Rhön-Rexen. Unsere Japaner-Rexe sind im Europastandard anerkannt, sie werden gezüchtet in der Schweiz, Belgien, Tschechien, Österreich, Holland und Frankreich.

Hans-Jürgen Fieber
 

Zurück